Hallo und willkommen zu meinem neuen Technik-Treff

hier möchte ich Euch möglichst viele Antworten geben,
auf die Fragen, die immer mal gestellt werden.
(Nach dem Motto: "Du? Du bist doch Elektriker. Sag mal.....")
Auch wenn ich gar keiner bin, egal, ich helfe eben gerne!

Themen bis jetzt:
1. Alles über Telefon (analog)
2. Alles über ISDN
3. Alles über A-DSL 
4. Steckerbelegungen für Computer, Audio und Video
5. Lexikon der Netzwerk-Messtechnik
6. Glossar der Netzwerk-Begriffe

Online-Lexikon von Siemens (super)

1. Telefon (analog)

Spannungen/Ströme:

Die Speisespannung (b ist plus, aber alle Geräte sind bzw. sollen polungs-unabhängig arbeiten) ist je nach Entfernung zur Vermittlungsstelle und je nach deren Art unterschiedlich und reicht von 40 bis ca. 60 Volt. Nach dem Abheben geht sie auf 10-12 Volt zurück, dabei fließt ein Strom von gut 20 mA. Das Rufsignal hat Wechselspannung, theoretisch 60 Volt 25 Hz, Spitzen darüber.
Kleine Nebenstellenanlagen usw. erzeugen meist nur 30 V/50 Hz (das ist technisch einfacher). Es gibt Geräte, die dann nicht richtig klingeln, wobei das eher an den 50 Hz liegt als an der kleineren Spannung. Mechanische Wecker haben da teilweise Probleme, im Netz war aber auch schon von Modems (!) zu lesen, die den Ruf nicht erkennen.
Da die Kabellängen zum Teilnehmer sehr unterschiedlich sein können, werden sehr große Toleranzen hingenommen. (Ein 5 km langes Kabel kann schon mal 500 Ohm haben!)
Es sind Fälle beschrieben, wo einer an der Rufspannung gestorben ist, also nicht anfassen, wenn ein Ruf kommt! (Hm, woher weiß man das vorher?)
Die Gesprächs-Wechselspannung überlagert die Gleichspannung. Die Gesprächsspannung ist symmetrisch, dadurch ist keine Abschirmung nötig, denn alle Störungen betreffen a und b und heben sich damit auf, richtige Verdrillung im Kabel vorausgesetzt.

Signale: über a und b wird telefoniert. W ist für den Zweitwecker, ist theoretisch mit a verbunden und wird beim Abheben abgetrennt oder sonst wie totgemacht, damit der Wecker beim Wählen (Pulswahl) nicht mitscheppert. Neuere Apparate haben oft keinen W-Anschluss mehr. für die alte AWaDo ist die W-Ader nötig, die neueren AWS kommen ohne sie aus. E ist für die Erdtaste und schaltet auch auf a (wird in älteren Nebenstellenanlagen zur Amtsholung oder zum Verbinden benutzt, neuere benutzen meistens Flash), das entspricht einer kurzen Unterbrechung. Dabei gibt es zwei Arten, Flash und Hook-Flash. Ersterer dauert 0,085 Sekunden (zum Vergleich: Eine Pulswahl-1 unterbricht für 0,065 Sekunden, daher geht das oft als Ersatz) und dient an Nebenstellenanlagen zur Amtsholung oder zum Vermitteln. Letzterer dauert 0,4 s (USA) bzw. 0,25s (Deutschland) und ist normalerweise nicht zur Amtsholung geeignet, sondern für die Komfortdienste der Telekom (Makeln, Konferenz) gedacht.

Schaltungslogik:

Grundsätzlich gibt es folgende Stecker/Buchsen/Dosen:

F für Fernsprecher, N für Nicht-Fernsprecher.
Grundsätzlich kann man mit dem Taschenmesser einen Universalstecker produzieren und damit z.B. einen N-Stecker in eine Dose für's Telefon stecken. Wird ein F-Stecker in eine N-Dose gerammt, trennt er dabei aber das Telefon in der zugehörigen F-Dose ab. Deshalb geht es nicht ohne Tricks, zwei Telefone gleichzeitig anzuschließen.
Die Logik beim TAE-System ist folgende:
Ein Telefon darf eine Datenübertragung nicht unterbrechen können. Daher sind die N-Dosen (bei NFN oder NF) bevorrechtigt. Steckt kein Gerät in der Dose (das gilt für alle Dosen, auch für F), so verbinden die gegenüberliegenden Kontakte die Amtsleitung weiter.
Längere Modemkabel (TAE-WM), die man bei *-* kaufen kann, sind meistens nur 4polig. Damit trennen sie das Telefon ganz ab, oder - wenn sich im Stecker eine Brücke befindet - stellen eine permanente Verbindung her, damit können dann unvorsichtige Familienangehörige die Modems stören... Wer kein 6poliges Kabel bekommt, kann die Brücke auch selbst einbauen, wenn er Variante 2 in Kauf nimmt. (b zu b2 und a zu a2)
Es ist dabei erlaubt, mehrere NFN- oder F-Dosen zu haben, die weiteren werden an 5/6 der ersten angeschlossen und bekommen nur dann etwas ab, wenn in der ersten Dose kein F-Gerät steckt (gleiches Prinzip wie oben mit dem Unterschied, dass F-Geräte eben nicht a/b auf a2/b2 durchschalten).
Eine Ausnahme ist die NFF-Dose, die 2 unabhängige F-Dosen hat, mit zwei Klemmleisten oben und unten. Diese ist eigentlich für zwei Amtsleitungen bestimmt - eignet sich aber auch dafür, zwei Telefone parallel zu betreiben, indem man 1/2 der oberen Leiste mit 1/2 der unteren verbindet (diagonal).

Übergang zu Western Modular (RJ-11)
Postzugelassene Modems oder Faxe: 
Haben eine 6polig beschaltete WM-Buchse (RJ-11 6p6). Von innen nach außen: a(4) und b(5), W(3) und E(6) (meist nicht belegt), und außen (1 und 6) a2 und b2. Dabei a2 und b2 gelegentlich vertauscht. 

Anrufbeantworter habe ich bisher alle möglichen Varianten gesehen (4pol. Kabel, RJ-11 6p4):
a, b, W und E, Brücken im Stecker wie oben beschrieben oder
a, b, a2, b2 mit korrekter Weiterschaltung, allerdings auf den falschen Kontakten des WM-Steckers (auf 2 und 5 also).

Nichtzugelassene Modems/Faxe mit zwei WM-Buchsen ("Line" und "Phone"):
Man braucht ein Y-Kabel mit einem TAE und zwei WM-Steckern. Der für "Line" wird mit (von innen nach außen) a, b, W und E beschaltet, der für "Phone" innen mit a2 und b2 verbunden. Die meisten Modems stellen korrekt die Verbindung her, wenn sie aufliegen.
Man baut die Brücken a zu a2 und b zu b2 im TAE-Stecker ein (siehe oben) oder muss den Stecker jedes Mal rausziehen, wenn man Telefonieren will. Natürlich kann man auch das Telefon hinten ins Modem stecken.

!!! Siemens-Belegung !!!:

a/b ist mit W/E vertauscht. W/E liegt also innen, a/b außen. Bei neueren Telefonen ist dieser "Fehler" allerdings behoben!

Zweckmäßigerweise sollte man sich für ein System entscheiden.
TAE mit zugelassenen Geräten hat den Vorteil, dass man die vorhandenen Dosen nicht umbauen/öffnen muss und eventuelle Zweit-Dosen weiter wie gehabt funktionieren. Man muss allerdings für das richtige Kabel zum Modem sorgen, möglichst 6polig, notfalls mit Brücken.

Anleitungen mit Bildern:

Installationskabel der Telekom
TAE-Dosen N und F
TAE-Dosen NF/F und NFN
TAE-Dosen Anschluss-Klemmen
TAE-Dosen Anschluss-Belegung
TAE-Dosen Anschluss-Reihensschaltung
TAE-Anschlusskabel F
TAE-Anschlusskabel N
TAE-Anschlusskabel N (Funktion)
TAE-Anschlusskabel Gebührenzähler
TAE-Anschlusskabel Modem
TAE-Anschlusskabel Anrufbeantworter

2. ISDN

Sind die 2 Buchsen am NTBA die 2 Kanäle? oder: Was ist ISDN eigentlich?

Bei ISDN werden grundsätzlich nur digitale Daten zwischen den Endgeräten übermittelt. Die Einteilung des Datenstroms in 2 (genauer: 3) logische Kanäle ist von der Art der Übertragung, also von den Kabeln, vollkommen unabhängig.
Der Datenstrom wird in 2 Nutzkanäle (B-Kanäle) und einen Steuerkanal (D-Kanal) aufgeteilt, und zwar durch zeitlich hintereinander liegende Frames.
Damit die Sache vollduplex läuft, muss man die Daten vom und zum Teilnehmer auseinanderhalten.
Beim analogen Anschluss macht das noch jedes Endgerät selbst, aber man hat ja auch nur jeweils eins aktiv.
Bei ISDN macht das der NTBA stellvertretend für alle. Zwischen Vermittlungsstelle und NTBA laufen alle Daten noch auf 2 Drähten, Sende- und Empfangsrichtung gemischt, und die beiden Seiten (auf Kundenseite der NTBA) halten das ungefähr wie bei einem Modem mit Echo-Kompensation auseinander. Der NTBA trennt das dann für alle Endgeräte beim Teilnehmer auf und hat daher 4 Adern - zwei für Daten vom Teilnehmer weg und zwei für Daten an den Teilnehmer. Und alle Endgeräte werden dann einfach parallel an die 4 Adern (den S.0-Bus) angeschlossen.
Nach dem Anschließen wird von NT und Vermittlungsstelle die Leitung eingemessen und die Echokompensation eingestellt. Kommt es zu Störungen, kann man den NT abziehen und neu anschließen, die Neueinmessung kann das Problem lösen.
Durch die 4 Adern des S0-Busses ergibt sich die angenehme Möglichkeit, zwischen die beiden Adernpärchen noch eine Gleichspannung zur Versorgung der Endgeräte zu legen.
Ferner: Der Ruf, Dienstmerkmale und meistens auch die Rufnummer wird nur als digitale Information über den D-Kanal übermittelt, eine Klingelspannung oder so was wie bei der Analogtechnik fehlt, und entsprechend programmierte Endgeräte fühlen sich dann unter Berücksichtigung der Dienstkennung angesprochen.
Also sind drei Dinge voneinander völlig unabhängig:

Der NTBA hat also nichts mit den Rufnummern, Dienstkennungen oder B-Kanälen zu tun. Er ist auch keine kleine TK-Anlage, an der man intern kostenlos telefonieren kann (sprich: Eine Verbindung von Gerät zu Gerät am S0 z.B. für 2 PC ist nur über das Amt möglich). Er wandelt nur von 2 Adern auf 4 Adern um und trennt dazu Sende- und Empfangsrichtung.

In einigen Ländern gibt es ISDN-Geräte, die ohne NT direkt angeschlossen werden. Dadurch kann aber pro Anschluss nur ein einziges Gerät betrieben werden. Außerdem gibt es z.B. in Österreich NTs mit eingebautem A/B-Wandler, so dass man dort dann direkt ein Modem oder Telefon anschließen kann und den NT auch programmieren muss.
Die NTs in Deutschland wandeln nur die Signale um und werden daher nicht programmiert.
Es gibt von Teles Geräte, die untereinander kommunizieren (d.h., man kann mit dem PC wählen und am Telefon abheben usw.), das passiert durch einen Trick, indem ungültige Messages zur Vermittlungsstelle geschickt werden, die diese dann bei der Fehlermeldung wiederholt, und so kommen die zum Telefon. Ein internes Gespräch oder interne DFÜ ist so nicht möglich.

Genauso ist es nicht ohne weiteres möglich, eine LED oder ähnliches zur Belegungsanzeige zu verwenden - auf dem S0 werden digitale Informationen versandt, die B-Kanäle in getrennten Zeitschlitzen usw.
Eine Belegungs- oder Rufnummern-Anzeige kommt also nicht ohne Prozessor und Spezial-Chips aus.

Spannungen:

Der NT wird von der Vermittlungsstelle mit der gleichen Spannung wie analoge Anschlüsse versorgt, falls aber das Kabel lang oder Regenerierer drin sind, soll mit 97 V gespeist werden (ist bei mir auch so). Auf dem S0 liegen 40V.

Verkabelung:

Von der Vermittlungsstelle kommen zwei Leitungen (Uk0), die der Techniker an den NT anklemmt. Inzwischen gibt es auch überall den "steckbaren NT", den der Kunde im T-Punkt abholen oder sich zuschicken lassen kann. Dieser ist mit einem TAE-Stecker ausgestattet und wird zum passenden Zeitpunkt (vereinbarter Termin oder Anruf von der Vermittlungsstelle) statt des bisherigen Telefons in die TAE-F-Dose gesteckt. Die Erkennung des NT dauert dabei unter Umständen bis zu 20 Minuten, also Geduld!
Dieser TAE-Stecker hat rechts und links Stege, die die versehentliche Benutzung der beiden N-Buchsen verhindern (ist ja ISDN drauf).
Der Vorteil liegt in einer eventuell schnelleren Realisierung, und man spart die Pauschale für die "Arbeiten in Ihren Räumen". Zumal der Techniker heute auch nur noch mir einem steckbaren NT kommt und den für 50 € an die Wand schraubt.
Die Selbstmontage geht aber nur, wenn man vorher einen funktionierenden Analog-Anschluss hatte, bei einem Neuanschluss sind die 100 DM daher trotzdem fällig (sei es, um erst einen Analoganschluss schalten zu lassen, oder als Montagekosten).

Der S0-Bus hat je zwei Adern für den Sender (vom NT zum Endgerät) und den Empfänger (zum NT zurück). Da das Monopol der Telekom am NT endet, kann eine zugelassene Firma den Rest machen.
Zum Anschluss an den NT kann man entweder die Western-Modular-Buchsen (8p8c, RJ-45) oder 4 Klemmen benutzen.
An die Klemmen kommt man nach dem Öffnen der kleinen Klappe, die Schraube ist eventuell von einem Gummistopfen verschlossen. Das NT-Gehäuse braucht dazu nicht geöffnet zu werden.
Es gab NT's mit vertauschten Klemmen (jeweils a und b), aber das stört nur, wenn auch die RJ-45 am NT belegt wird, sollte es also zu Problemen kommen, die verschwinden, wenn entweder der Bus oder das Gerät am NT abgezogen wird, muss man a/b an den Klemmen des NT tauschen. Ich habe auch von Beipackzetteln gehört, die falsch beschriftet waren, entscheidend ist die Beschriftung am NT!
Gelegentlich tauchen Fragen nach der Belegung der Klemmen des NTs auf. Die Belegung ist aufgedruckt, aber bei einigen Modellen schwer zu finden, weil sie (farblos) im Inneren des Deckelchens eingeprägt ist (und wenn man den Deckel nur hochklappt, ist sie gar nicht zu sehen). Also lieber genau hinsehen.

Verbindung:

NT                                  Kabel                                                        RJ-45

Sender     a1 -           rot oder ohne Ring                                       - 4

Sender     b1 -           schwarz  oder 1 Ring                                  - 5

Empfänger a2 - weiß oder zwei Ringe m. großem Abstand  - 3

Empfänger b2 - gelb  oder zwei Ringe m. kleinem Abstand  - 6

(Sender/Empfänger aus Sicht/Beschriftung des NT.)

Wie man sieht, genügen 4-adrige Kabel. Die gerne angebotenen 8-adrigen ISDN-Kabel sind einfach nur teurer, benutzt werden nur die inneren 4 Adern, man kann also normales Telefon- Flachkabel in einen RJ-45-Stecker crimpen (für kurze Kabel). Die Netzprovider verwenden Kabel, deren Adern im Stern-Vierer angeordnet sind. Beim Sternvierer werden die 2*2 Adern diagonal belegt, bilden somit eine abgeglichene Brückenschaltung die relativ unempfindlich gegen Störungen ist. Es kann normales Telefonkabel verwendet werden, wobei das flache zum Anquetschen der Stecker nicht für feste Installation benutzt werden sollte, weil es eben kein Stern-Vierer ist und außerdem zum Teil Gewebe-Litze, die sich schlecht klemmen lässt. Wer die Kabellänge ausreizen muss, sollte das richtige Telekom- Kabel "J-Y(St)Y 2*2*0,6 St III Bd" nehmen.

Die Farben je nach Kabel, Zahlen für RJ-45. Nicht verwirren lassen von RJ-45-Dosen mit wilder Verteilung der Nummern, die aufgedruckten Nummern stimmen, sie müssen nicht in der Reihe liegen wie die Kontakte, denn unter den eigentlichen Dosen liegt eine Leiterplatte, deren Layout unterschiedlich sein kann.
Es gibt mindestens fünf verschiedene Dosen, in die RJ-45-Stecker passen und die verwendet werden können:

RJ-45-IAE 4 und IAE 8  

ISDN-Anschlusseinheit, die für ISDN vorgesehene Dose der Telekom. Die Reihenfolge ist:

(x) (x) 2b 2a 1b 1a (x) (x)

(Die mit x bezeichneten gibt's nur bei der IAE 8 und sie bleiben leer. 
Die Klemmen sind mit 1a, 1b usw. ISDN-fertig beschriftet.)

RJ-45-UAE 4 und UAE 8   Bild einer UAE 2x8(8) Aufputzdose

Universal-Anschlusseinheit. Klemmenfolge ist:

(x) (x)  2b  1b  1a  2a (x) (x)

  8    7    6    5     4    3   2   1

(Beschriftet mit Zahlen.)

Zwischen Sender und Empfänger liegen 40 Volt, Empfänger an Plus. Beim Notbetrieb (NT nicht in der Steckdose) wird diese Polung umgekehrt.

Kontrollmessung nach dem Verkabeln (NT an 230 V angeschlossen):

4-5  0 Volt
3-6  0 Volt
3-4  40 Volt (Plus an 3)
6-5  40 Volt (Plus an 6)
Die Messung kann nicht die Vertauschung von a und b feststellen. Sie stellt nur sicher, dass die 40V nicht zwischen a und b liegen und dass Sender und Empfänger richtig herum sind. Geht die Verbindung nicht, dann ein a/b-Paar (z.B. 4-5) vertauschen. Geht die Verbindung nur, wenn kein zweites Gerät aktiv ist, dann sind irgendwo sowohl a1/b1 als auch a2/b2 vertauscht, das kann auch schon am NT sein, es gibt welche mit falscher Beschriftung. 40 V können bei empfindlichen Personen bereits lebensgefährlich sein, besonders, wenn man vor Aufregung feuchte Hände hat.
In die letzte Dose müssen Terminatoren, also 100-Ohm-Widerstaende. Diese müssen zwischen a1-b1 und a2-b2.
Die Widerstände dürfen nicht zwischen Sender und Empfänger, 40 V an 100 Ohm sind 0,4 A, da geht nix mehr auf dem S0 (es wären 16 Watt, aber die bringt der NT gar nicht auf).
Zwei bekannte Computerzeitschriften haben falsche Beschaltungen der Widerstände veröffentlicht und sich dann im nächsten Heft korrigiert. Leider haben das einige nicht mehr gelesen, so dass sich hartnäckig das Gerücht der anderen Belegung hält.
Sie müssen jeweils zwischen a und b, also als Wechselspannungs-Abschluss! Handelsübliche Typen genügen, induktionsarme wären schön. 0.1 Watt reichen völlig.
Es kann sein, dass sich die Widerstände kreuzen, wenn die Anschlüsse der Dose so durcheinander sind wie oben. Bei den IAE (es gibt eigentlich keinen Grund, sie nicht zu verwenden, zumal sie billiger sind als UAE RJ-45) ist das aber ganz einfach, die beiden inneren und die beiden äußeren Kontakte...

Ihr könnt a und b vertauschen, aber dann bei allen Geräten, sonst löschen sich die Signale aus! Wenn am NT in der RJ-45 ein Gerät angeschlossen ist, geht das nicht mehr.
Sender/Empfänger dürfen natürlich nicht vertauscht werden.
Typischster Fehler ist die Vertauschung von einem oder gar beiden a/b-Pärchen in einer Dose oder einem Kabel. Das hat meistens folgendes Fehlverhalten zur Folge: Jedes Gerät alleine arbeitet korrekt. Beide arbeiten korrekt, wenn sie direkt am NT angeschlossen werden (es sei denn, das eine Kabel ist schuld). Wird das zweite über eine Dose dazu gesteckt, fällt beim ersten die Verbindung zusammen (ev. auch erst nach dem Aktivieren des 2. Gerätes). Oder aber auch: Es arbeitet immer nur ein Gerät, und zwar das, das zuerst aktiv wurde. Eine gewisse Zeit nach dem Auflegen geht dann auch das andere, aber dafür das erste nicht mehr.

Die Leitung von der Vermittlungsstelle hat rund 60/100 V, Plus an b.

Notspeisung/NT-Netzstecker

Wer nur Geräte am S0 hat, die selbst mit Strom versorgt werden, also über ein Netzteil oder die Rechnerspannung, braucht den Netzstecker vom NT nicht in die Dose stecken. Das wurde einigen sogar von der Telekom empfohlen, weil es die Lebensdauer der NTs erhöht (weniger Wärmeentwicklung).
Geräte ohne Netzteil (Telefone) bekommen ihre Energie aus den 40 V vom NT.
Nicht jeder Telekom-Mitarbeiter ist ISDN-Spezialist, und so gibt es auch Gerüchte, die besagen, dass einige TK-Anlagen nur liefen, wenn der Stecker drin sei, andere nur, wenn er nicht drin sei... Das ist Unsinn, weil die Gleichspannung auf dem S0-Bus für TK-Anlagen völlig ohne Bedeutung ist, sie haben ein eigenes Netzteil.
Die Elektronik des NT wird immer vom Amt mit Strom versorgt. Das Netzteil des NT speist nur den S.0-Bus. Dieser wird für Notfälle auch durch den NT von der Vermittlungsstelle versorgt, kann dann aber nur eine begrenzte Leistung (410 mW) aufbringen. Damit ein Telefon dann funktioniert, muss es notspeisungsberechtigt sein, das geht über einen Jumper oder ähnliches. Dabei werden die Funktionen eventuell eingeschränkt, z.B. kein Freisprechen und kein Display während des Gesprächs. Es darf sich nur ein notspeisungsberechtigtes Gerät am Bus befinden.
Nicht jedes Telefon ist notspeisefähig, verfügt also über den erwähnten Jumper.
In letzter Zeit sind zwar immer mehr Telefone auch notspeisefähig, selbstverständlich ist das aber nicht und muss ggf. vorher geklärt werden! 
Wer unbedingt auch bei Stromausfall telefonieren muss, sollte sich also entweder eines der genannten Telefone zulegen oder eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung, also ein Akku-gepuffertes Netzaggregat), wie sie für Computer verwendet wird, und daran eine TK-Anlage oder einen a/b-Wandler mit analogem Telefon betreiben.

Die Leitung darf folgende Längen haben:

Der NT kann beim Busbetrieb auch in der Mitte des Busses sein, dann ist natürlich jedes Ende mit 100 Ohm abzuschließen.
Laut NT-Beipackzettel sollen die Terminatoren im NT dabei nicht abgeschaltet werden. Voreinstellung ist Busbetrieb, für Punkt-zu-Punkt und erweiterter Bus muss im NT was umgeschaltet werden (Techniker holen!).
Generell: Solange man die maximale Länge nicht ausnutzt, kann man sich unter Umständen Verletzungen der Regel leisten, also z.B. eine Termination vergessen, kein Sternvierer-Kabel nehmen, Abzweigungen machen, Terminatoren nicht in der letzten Dose oder ähnliches. Ob das dann geht oder nicht, muss man eben probieren. Der S0-Bus ist natürlich nicht so empfindlich wie z.B. Ethernet, es gehen ja nur rund 150 kHz drüber. Aber empfindlicher als eine normale analoge Telefonleitung ist er allemal.

3. A-DSL

Bei A-DSL sind mehrere Geräte im Spiel, die mit verschiedenen Kabeln verbunden werden. Derzeit gibt es für Privatleute vor allem T-DSL von der Telekom (was man aber auch mit anderen Internetprovidern als T-Online nutzen kann). Schrauben und Kabel bauen ist dabei eigentlich nicht nötig. Eine Anleitung liegt dem Paket bei. Kurzfassung hier:

Hier ein Schaltbild des Aufbaus

Je nach Paket sind dabei die Kabel für die Verbindung Splitter-NTBBA und NTBBA-Rechner gleich (CAT3-Netzwerkkabel), das hat aber nur Kostengründe, denn diese Kabel sind sehr gebräuchlich und daher billig. Möchte man eigene Kabel benutzen, ist man daran natürlich nicht gebunden.

Die Belegungen:

Benutzung der Klemmen:

Die Anleitung im Paket erklärt aber auch ausführlich die Belegung der Klemmen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es erlaubt ist, diese zu benutzen (keine Rede von zugelassenen Technikern usw.). Sogar die Demontage der Telekom-TAE-Dose ist beschrieben. Für alle Verbindungen (außer der zum Rechner) sind Klemmen vorhanden. Wer will, kann also die Kabel selbst anfertigen und auch die TAE-Dose abbauen.

Längen:

Das Kabel zum Rechner darf als normales Patchkabel wie üblich 100 Meter lang sein.
Für die anderen Kabel gibt es leider keine Zahlen, und das hat seinen Grund: A-DSL funktioniert nur auf kurzen Leitungen (Richtwert: 3 km). Da kaum jemand weiß, wie lang die Leitung bis an die TAE-Dose ist, kann man auch nicht wissen, wie weit man das verlängern kann. Größenordnungen um 10-20 Meter sollten keine Probleme machen. Grundsätzlich sollte man aber eher die maximale Länge der Leitung zum Rechner ausnutzen (100 Meter), anstatt die vom Splitter zum NTBBA zu verlängern, denn auf dieser läuft das sensiblere Protokoll (das modulierte Signal).